Lebendige Briefe - Ökumenische Teambesuche

Lebendige Briefe - kleine ökumenische Teams - besuchen ein Land, um den Menschen zuzuhören, von ihnen zu lernen, miteinander über Konzepte und Herausforderungen bei der Überwindung von Gewalt und in der Friedensarbeit zu sprechen und gemeinsam für den Frieden in der Gemeinschaft und in der Welt zu beten. Den Teams gehören in der Regel 4-6 Frauen und Männer aus der ganzen Welt an, die Zeugen von Gewalt in ihren verschiedenen Ausdrucksformen geworden sind und die sich für Frieden in Gerechtigkeit einsetzen. Der Besuch der Lebendigen Briefe ist erfolgreich, wenn die Besuchten sagen können "wir sind nicht allein" - und wenn die Teammitglieder spüren, dass sie von denen, die sie besucht haben, gestärkt worden sind.

"Ist doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid, durch unsern Dienst zubereitet, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln, nämlich eure Herzen."

(2. Korinther 3, 3)

Die Lebendigen Briefe

  • bezeugen Solidarität unter Kirchen und Menschen, die mit besonders schmerzlichen Gewalterfahrungen konfrontiert sind und darauf zu reagieren suchen,
  • sprechen über Erkenntnisse und hilfreiche Ansätze in der Arbeit zur Überwindung von Gewalt,
  • vertiefen ökumenische Kontakte unter Kirchen, nationalen Kirchenräten sowie kirchlichen und kirchennahen Organisationen und Netzwerken,
  • verbinden Gemeinden, Studierende, Jugendgruppen sowie theologische und andere kirchliche Einrichtungen miteinander, damit sie zur Formulierung einer Ökumenischen Erklärung zum gerechten Frieden beitragen können.

"Lebendige Briefe" - auf dem Weg zu einer Internationalen ökumenischen Friedenskonvokation

Im Rahmen der Dekade zur Überwindung von Gewalt (DOV) bieten die Besuche der Lebendigen Briefe vielen Menschen Gelegenheit, sich in ihrem lokalen Kontext in geschützten Gesprächen zu Fragen im Zusammenhang mit Gewaltprävention, Friedensstiftung, Gerechtigkeit und Gewaltlosigkeit zu äußern. Diese Begegnungen bilden die Grundlage für den Konsultationsprozess, der zu der Internationalen ökumenischen Friedenskonvokation (IÖFK) sowie der Ökumenischen Erklärung zum gerechten Frieden führen wird. Von 2008 bis 2010 werden jedes Jahr mehrere Teambesuche stattfinden.

Die Dekade zur Überwindung von Gewalt (DOV)

DOV - Kirchen für Frieden und Versöhnung 2001-2010 - ist eine Initiative des Ökumenischen Rates der Kirchen und eine weltweite Bewegung, die bestehende Bemühungen und Netzwerke zur Überwindung von Gewalt stärken und zu neuen Initiativen anregen will.  

Die Internationale ökumenische Friedenskonvokation (IöFK)

Die IöFK soll Zeugnis von Gottes Frieden ablegen, der Gabe und Auftrag an die oikoumene ist. Mit der Konvokation soll die Position der Kirchen zum Frieden festgestellt und gestärkt werden. Sie bietet uns Gelegenheit, unser gemeinsames Engagement in Prozessen der Versöhnung und Friedensstiftung zu vertiefen.