Besuch "Lebendiger Briefe" in Angola und Mosambik

18. bis 28. Juli 2009

Kindersoldat in Chicala, Angola, 2002. Foto: Paul Jeffrey/ACT International

Ein Team von Kirchenvertreter/innen aus Portugal, der Schweiz und Brasilien ist vom 18. bis 28. Juli auf Solidaritätsbesuch bei Kirchen, ökumenischen Organisationen und Bewegungen der Zivilgesellschaft in Angola und in Mosambik.

Die Gruppe reist als "Lebendige Briefe" im Namen des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) und wird je fünf Tage in den beiden Ländern verbringen. Angola und Mosambik weisen mehrere historische Ähnlichkeiten auf: Beide Länder erlebten Kolonialherrschaft, Befreiung, Bürgerkrieg und Wiederaufbau. Die Kirchen in den zwei Ländern setzen sich heute für Versöhnung und Gewaltüberwindung ein.

Gastgeber des ersten Teils der Reise ist der Rat der christlichen Kirchen in Angola (CICA). Nach der Unabhängigkeit von Portugal 1975 litt das Land unter einem 27-jährigen Bürgerkrieg, in dem Hunderttausende von Menschen umkamen. Wirtschaft und Infrastruktur wurden zerstört. Trotz des gegenwärtigen, durch den Wiederaufbau nach dem Krieg angekurbelten Aufschwungs lebt die Mehrheit der Bevölkerung noch immer in großer Armut.

Der Christenrat von Mosambik (CCM) wird während des zweiten Teils des Besuchs der Lebendigen Briefe als Gastgeber agieren. Unmittelbar nach der Unabhängigkeit von Portugal im Jahr 1975 wurde Mosambik in den Kampf gegen die Herrschaft der weißen Minderheit im benachbarten Südafrika und in Rhodesien (dem heutigen Simbabwe) hineingezogen. Bis zur politischen Lösung des Konflikts 1992 kamen fast eine Million Menschen durch Krieg und Hungersnöte ums Leben. Von 2000 bis 2002 wurde das Land von aufeinanderfolgenden Überschwemmungen und einer schlimmen Dürre heimgesucht. Heute erlebt es ein rasches Wirtschaftswachstum, dennoch ist die Armut noch eine weit verbreitete Plage.