Besuch "Lebendiger Briefe" in der Demokratischen Republik Kongo

8. bis 15. Juli 2009

UNHCR-Angaben zufolge gibt es 2009 in der DRK immer noch 1,7 Milliarden Binnenvertriebene. Foto: Paul Jeffrey/ACT International.

Ein internationales Team von Kirchenvertretern und -vertreterinnen stattet Kirchen, ökumenischen Organisationen und zivilgesellschaftlichen Bewegungen in der Demokratischen Republik Kongo vom 8. bis 15. Juli einen Solidaritätsbesuch ab.

Das Team ist im Namen des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) als "Lebendige Briefe" unterwegs. Der ÖRK führt diese Reise gemeinsam mit der Gesamtafrikanischen Kirchenkonferenz (AACC) durch.

Die Demokratische Republik Kongo hat sich noch nicht von dem fünfjährigen Bürgerkrieg erholt, der Millionen von Menschenleben gefordert und einen Großteil des Landes ab 1998 gelähmt hatte. Obwohl 2003 ein Friedensabkommen geschlossen und eine Übergangsregierung gebildet wurde, halten gewalttätige Übergriffe in Goma und dem umliegenden östlichen Teil des Landes bis heute an. Die Anstrengungen zur Wiederherstellung des Friedens gehen jedoch weiter und mehrere Milizen haben Abkommen unterzeichnet, in denen sie sich zur Auflösung ihrer Organisationen verpflichten. Infolgedessen kehren jetzt viele Binnenvertriebene in ihre Häuser und auf ihre Höfe zurück.

Die Kirchen in der Demokratische Republik Kongo bemühen sich, die humanitäre Krise zu entspannen, eine friedliche Konfliktlösung voranzubringen und für eine Beendigung der Menschenrechtsverletzungen zu sorgen. Die von ÖRK-Generalsekretär Pfarrer Dr. Samuel Kobia angeführte Delegation wird sich in fünf Gruppen aufteilen, die vom 8. bis 11. Juli verschiedene Teile dieses drittgrößten Landes Afrikas besuchen, ehe sie vom 12. bis 14. Juli in der Hauptstadt Kinshasa zusammentreffen.

Die Gruppen werden an einer AACC-Frauenkonferenz teilnehmen, die vom 12.-15. Juli in Kinshasa stattfindet. Dort wird der ÖRK-Generalsekretär bei der ökumenischen Eröffnungsfeier predigen und eine der Hauptansprachen halten. Ferner werden sie an einer Tagung von Theologen/innen und kimbanguistischen Kirchenleitern/innen teilnehmen. Die Gruppen werden Gemeinschaften und Projekte in Goma und Bukavu im Osten, in Bas-Congo im Westen, in der Provinz Kasai im Zentralkongo wie auch im Umland von Kinshasa besuchen.

Interview

Bei einer Begegnung mit der Delegation der Lebendigen Briefe im Vertriebenenlager Nzulo beantwortete Anna Muinonen von FinnChurchAid die Fragen von Journalist Fredrick Nzwili zur Flüchtlingshilfe der Kirchen in der DRK.

Deutsche Übersetzung des Interviews

How do displaced people in the DRC live?
What challenges do you face in your work?
What is the impact of relief work by the churches?