Besuch der Lebendigen Briefe in Kolumbien

6. - 12. Dezember 2008

Dieses Mädchen verlor ihr Zuhause infolge von Kämpfen zwischen der FARC-Guerilla und Paramilitärs 2002. Foto: Tommy Ramm, DEA/ACT International

Vom 6. bis 12. Dezember fuhr eine Gruppe von Kirchenvertreter/innen aus der ganzen Welt zu einem Solidaritätsbesuch nach Kolumbien und traf sich dort mit Kirchen, ökumenischen Organisationen und zivilgesellschaftlichen Bewegungen.

Kolumbien gehört weltweit zu den Ländern, die am meisten Gewalt erleben. Seit den 1960er Jahren kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen der Armee, zwei linken Rebellengruppen und rechten Paramilitärs. Drogen und damit zusammenhängende Verbrechen verschärfen die Situation, die von den Vereinten Nationen als eine der schwersten humanitären Katastrophen bezeichnet wird.

In dem schon jahrzehntelang andauernden Konflikt sind bereits zehntausende Menschen ums Leben gekommen und mehr als 3 Millionen waren gezwungen ihre Heimat zu verlassen.

Das internationale Team wird Kolumbien im Rahmen der "Lebendige Briefe"-Initiative des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) besuchen. Gastgeber war das ökumenische Netzwerk Kolumbiens.

Lebendige Briefe sind kleine ökumenische Teams, die ein Land besuchen, um den Menschen zuzuhören, von ihnen zu lernen, miteinander über Konzepte und Herausforderungen bei der Überwindung von Gewalt und in der Friedensarbeit zu sprechen und gemeinsam für Frieden zu beten.