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Besuch "Lebendiger Briefe" in Uruguay und Bolivien

Angehörige der Urbevölkerung in Kheasqapa, rund150 Kilometer von La Paz, Bolivien.
Foto: Juan Michel/ÖRK, 2004.

Ein Team von Kirchenvertretern und -vertreterinnen aus Europa, Lateinamerika und Afrika stattet Kirchen, ökumenischen Organisationen und zivilgesellschaftlichen Bewegungen in Uruguay und Bolivien vom 9. bis 16. Juli einen Solidaritätsbesuch ab. Das Team ist im Namen des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) als "Lebendige Briefe" unterwegs.

Uruguay und Bolivien liegen zwar im selben Teil der Welt, doch unterscheiden sie sich grundlegend in wirtschaftlicher, kultureller, ethnischer, gesellschaftlicher und politischer Hinsicht. Die Palette der Gewaltsituationen ist breit: von der Militärdiktatur der 1970er und 80er Jahre in Uruguay, die tiefe Wunden hinterlassen hat, bis hin zu den Auseinandersetzungen im politischen Veränderungsprozess, der in Bolivien unter einer erstmals indigenen Staatsführung stattfindet.

In Uruguay wird sich das Team über Initiativen gegen Misshandlungen in der Familie und Gewalt gegen Frauen informieren wie auch über Gewalt, Ausgrenzung und Drogenmissbrauch unter Jugendlichen. Während des Besuchs vom 9. bis 11. Juli stehen Gespräche mit Frauenbewegungen und Besuche von kirchlichen Jugendprojekten in Barrio Borro und in El Cerro auf der Tagesordnung, zwei Vororten von Montevideo, die zu Brennpunkten von Konflikt und Gewalt geworden sind.

In Bolivien wird das Team vom 13. bis 16. Juli Santa Cruz und den riesigen Armenvorort Plan 3000 besuchen, wo 300 000 Menschen leben, die mehrheitlich von Aymara, Quechua und Guarani abstammen; ferner ist ein Besuch in La Paz und dem benachbarten El Alto mit seiner überwiegend indigenen Bevölkerung wie auch in Copacabana im Nordwesten des Landes geplant.