25.03.08 14:19 Alter: 4 yrs

Internationales ökumenisches Team reist zu Solidaritätsbesuch in den Sudan

 

In einem Flüchtlingslager nahe Zalingei in West-Darfur.
Foto: Simon Peter Odong, ACT/Caritas

Eine internationale Delegation von Kirchenvertretern/innen wird vom 26. März bis 2. April Kirchen und ökumenischen Organisationen im Sudan einen Solidaritätsbesuch abstatten. Das ökumenische Team unter der Leitung von ÖRK-Generalsekretär Pfarrer Dr. Samuel Kobia wird sich in vier Gruppen aufteilen, um Darfur, Khartum, Rumbek und Yambio zu besuchen. Danach trifft die Delegation mit sudanesischen Kirchenverantwortlichen, Frauen und jungen Menschen zu einer dreitägigen Konferenz in Juba zusammen.

 

Mit dem Besuch bietet den internationalen ökumenischen Vertretern und Vertreterinnen die Gelegenheit, ihre Solidarität mit dem sudanesischen Volk zum Ausdruck zu bringen und sich von den Kirchen im Land über die Situation berichten zu lassen. In Gesprächen mit christlichen Gemeinden, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Binnenvertriebenen, humanitären Hilfswerken und politischen Vertretern wird sich die ökumenische Delegation über die Anliegen, Hoffnungen und Nöte der Menschen informieren.

 

Der Besuch wird gemeinsam von der Gesamtafrikanischen Kirchenkonferenz (AACC) und dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) organisiert. Gastgeber ist der Sudanesische Kirchenrat (SCC). Das ACT-Caritas-Nothilfeprogramm für Darfur hat den Besuch in Darfur vorbereitet.

 

Ein zwei Jahrzehnte andauernder Bürgerkrieg zwischen dem Norden und dem Süden des Landes, bei dem rund 2 Millionen Menschen getötet und über 4 Millionen innerhalb des Landes vertrieben wurden, endete im Januar 2005 mit einem prekären Friedensabkommen. Seit Anfang 2003 ist West-Darfur Schauplatz andauernder Auseinandersetzungen zwischen Rebellengruppen und von der Regierung unterstützten Milizen, bei denen zwischen 200 000 und 400 000 Menschen umgekommen sind und schätzungsweise 1,8 Millionen aus ihrem Zuhause vertrieben wurden. Weitere 200 000 haben Zuflucht in den Nachbarländern Tschad und Zentralafrika gefunden.

 

Nachdem sich die ökumenische Delegation vor Ort ein Bild von der Lage in den Regionen gemacht hat, trifft sie vom 31. März bis 2. April in Juba, der Hauptstadt von Südsudan, zu einer Konferenz mit rund 50 leitenden Verantwortlichen sudanesischer Kirchen zusammen. Kirchliches Führungspersonal, Frauen und junge Menschen werden über ihre Erfahrungen und über Probleme im Zusammenhang mit Friedensstiftung, HIV und AIDS, dem Wiederaufbau nach dem Krieg und anderen Themen berichten.

 

Der internationale ökumenische Solidaritätsbesuch im Sudan ist Teil des ÖRK-Projekts "Lebendige Briefe" und des Ökumenischen Afrika-Friedensprogramms bekannter Persönlichkeiten, das die AACC durchführt. Die Initiative wird auch von der Gemeinschaft der Christenräte und Kirchen im Gebiet der Großen Seen und am Horn von Afrika (FECCLAHA) unterstützt.

 

Medienkontakt im Sudan: Juan Michel +41-79-507-6363

 

Mehr Informationen über ÖRK-Mitgliedskirchen im Sudan (auf Englisch)

 

Protokollpunkt zum Sudan, ÖRK-Zentralausschuss September 2006

 

Gesamtafrikanische Kirchenkonferenz (auf Englisch und Französisch)

 

ACT-Caritas-Nothilfeprogramm für Darfur

 

Gemeinschaft der Christenräte und Kirchen im Gebiet der Großen Seen und am Horn von Afrika