04.11.10 19:09 Alter: 1 yrs

Christlich-muslimische Konferenz verurteilt Überfall auf Kirche im Irak

 

Christliche und muslimische Führungspersönlichkeiten und Gelehrte, die im Ökumenischen Zentrum in Genf, dem Hauptsitz des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), zusammengekommen sind, haben heute eine gemeinsame Erklärung herausgegeben, in der sie den Terroranschlag vom vergangenen Sonntag, dem 31. Oktober, auf die Sajedat al-Nadschah-Kirche in Bagdad verurteilen.

 

58 Menschen wurden getötet, nachdem bewaffnete Täter die Gottesdienstbesucher als Geisel genommen und staatliche Sicherheitskräfte daraufhin die Kirche gestürmt hatten, um die Geiselnahme zu beenden.

 

Die christlich-muslimische Gruppe nimmt derzeit an einer viertägigen internationalen Konsultation zum Thema „Gemeinschaften verändern: Christen und Muslime bauen eine gemeinsame Zukunft“ teil.

 

In der Erklärung brachte die Gruppe „ihre Verurteilung aller Gewalttaten zum Ausdruck, die Gotteshäuser und andere heilige Stätten zum Ziel haben, sie entweihen oder die Sicherheit der Gottesdienstbesucher bedrohen“.

 

Die Gruppe appellierte an „die Vereinten Nationen und deren Sicherheitsrat sowie alle Gruppen, die für einen gerechten Frieden eintreten, und insbesondere irakische Behördenvertreter …, einzugreifen und alle terroristischen Angriffe zu unterbinden, die das Ziel verfolgen, die Menschen im Irak ungeachtet ihrer Religionszugehörigkeit zu erniedrigen und christliche und islamische heilige Stätten zu entweihen“.

 

Eine Pressekonferenz wird am Donnerstag, dem 4. November, um 16:30 Uhr im Ökumenischen Zentrum stattfinden.

 

Download der Erklärung (pdf)

 

Weitere Informationen über die Konsultation

 

Website der Konsultation